Tipps und Tricks

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

19. 1. 2015 Tipps und Tricks von ansalia.ch

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Damit ein interessierter Käufer bei deinem "Schaufenster" sprich Produkt auf deinem ansalia.ch Shop auch stehen bleibt - muss es ihm ins Auge fallen. Du wirst mehr Erfolg haben, wenn Dein Foto anmächelig und aussagekräftig ausfällt.

Bei der Herstellung deines Produktes legst Du viel Herzblut und Sorgfalt mit hinein. Dein Ziel ist es ja eine gute handarbeitliche Qualität zu liefern - denn damit erreichst Du vielleicht, dass Dein Kunde nochmals bei Dir einkauft. Und genau so viel Herzblut und Sorgfalt sollte auch in deinen Fotos stecken! Dies ist deine einzige Visitenkarte welche Du im Onlinegeschäft abgeben kannst. Der Kunde kann weder das Material erfühlen, noch die Grösse erfassen noch kann er dein Produkt gleich anziehen, beschriften, aufhängen oder gar verarbeiten. Dein Kunde sieht "nur" dein Produktfoto! Versuche ihn damit zu überzeugen.

Aber "Fotografie" ist ein riesengrosses Thema...  und beginnt mit...  

der Wahl der Kamera!


Welche Kamera ist nun die richtige? Wie kommst Du zu guten Produktefotos? Eines kann ich als Laie schon einmal sagen: Es muss keine teure Profiausrüstung sein. Tolle Nachrichten oder? - Nur, welche Kamera ist es dann?...

Es gibt hunderte von Modellen. Und auch hier hält das Retrothema wieder voll Einzug. Die gute alte Sofortbildkamera oder Kamera mit Filmrollen können wieder gekauft werden. Geben sicher auch ein tolles Nostalgiegefühl her und machen Spass. Aber für unseren Zweck sind sie nicht so geeignet. Die digitale Welt eroberst Du eher mit einer digitalen Kamera. Das Kosten-Nutzenverhältnis ist auch um einiges besser. Oder willst Du gerne warten bis dein Filmröllchen voll geknipst ist und deine Fotos aus der Entwicklung wieder zurück sind?

Das tolle an der digitalen Fotografie ist, dass Du gleich dein Bild anschauen kannst, Du "beamst" es auf deinen PC und kannst es auch gleich noch bearbeiten.

Also eine Digital Kamera - aber auch auf diesem Gebiet ist die Auswahl noch tausendfach... Hier die richtige zu finden ist immernoch schwer. Daher musst Du dir zuerst überlegen wie Du deine Kamera einsetzen willst. Ich bin zum Beispiel eher der Typ: Einfache Handhabung, kein Schnigg-Schnack, kein grosses Einstellen - sofort drauflos knipsen. Mein Mann dagegen schleppt seine Spiegelreflexkamera (Marke "Bleischwer") auf jeden Bergspitz hinauf - nimmt sich Zeit für die Einstellungen und findet das Schrauben am Belichtungsknopf und wie sie alle heissen supertoll. So sind wir alle verschieden :-)


Also überlege Dir, was Dir wichtig ist an deiner Kamera. Soll es eher eine Kompaktkamera sein? Oder lieber eine Spiegelreflex?...

Erstelle eine Liste mit Vor- & Nachteilen der einzelnen Kameratypen.


Kompaktkamera


+ klein, leicht handlich

+ rasch griff- und fotobereit

+ günstig in der Anschaffung

+ einfache Anwendung durch Motivprogramme

...


- keine manuellen Einstellmöglichkeiten

- keine austauschbaren Objektive

...


Spiegelreflexkamera


+ viele manuelle Einstellmöglichkeiten

+ austauschbare Objektive & Blitze

+ oft bessere Bildqualität 

+ Sucher durch das Objektiv

+ umfangreiches Zubehör

...


- schwerer & grösser

- teurer in der Anschaffung

...


Fazit: Wie schon an meinem persönlichen Beispiel gezeigt, Spiegelreflexkameras (oft auch als DSLR gekennzeichnet) sind schwerer und grösser. Man kann die Objektive wechseln. Und Du kannst alles manuell einstellen (dazu muss man noch erwähnen, dass parktisch alle digitalen Spiegelreflexkameras auch schon fertige Motivprogramme haben) um das Resultat deines Fotos zu beeinflussen. Kostenpunkt: ab ca. 500.- CHF bis ca. 7'000.- CHF für Profikameras.

Auch hier sei nochmals gesagt: es muss nicht die teuerste Kamera sein. Meist sind die Vorgängermodelle um einiges günstiger - und nicht schlechter.


Bis hierhin noch alles klar?...  
Denn nun wird es noch ein wenig technisch. Es geht um die Auflösung. Das sind die sogenannten Megapixel. Früher eher klein sind sie aber heute schon bei bis zu 12 (und mehr) Megapixeln (= steht für einen Million Bildpunkte - und zeigt die Bildauflösung an). Also 12 Mio. Bildpunkte...! wow oder - so weit ist die Technik schon. Aber eine so hohe Pixelzahl ist nicht unbedingt ausschlaggebend für eine tolle Bildqualität. Der Vorteil bei einer grossen Pixelzahl ist aber, dass Du dein Bild in sehr grossen Formaten ausdrucken kannst oder - du wählst einen kleineren Bildausschnitt aus deinem Foto. In einer grossen Auflösung kommt dieses dann noch klar und deutlich auf den Bildschirm. Also: für unsere Produktefotos brauchst Du sicher nicht mehr als 12 Megapixel.

Ein weiteres cooles Wort heisst: Zoom. Für den Digitalkamerakauf ist es wichtig darauf zu achten, dass die Kamera  mindestens ein dreifach optisches Zoom besitzt. So können entfernte Motive ein wenig vergrössert abgelichtet werden. WEr aber gerne Sprot fotografiert, häufig segelt oder viel in der Natur unterwegs ist, für den lohnt sich der kauf eines grösseren optischen Zoombereichs. Es gibt auch noch die Superzoomkameras. Das Arbeiten mit langen Brennweiten stellt eine etwas grössere Herausforderung dar. Den die starke Vergrösserung erhöht die Gefahr des Verwackelns. Und der kleine Bildausschnitt kann die Bildgestaltung erschweren. Für keine Produkte wie zb. Schmuckstücke finde ich es aber super. Achte darauf das es nicht nur ein digitaler Zoom ist - sondern ein optischer Zoom! Dies zeigt sich meistens im Preis. 12 Mio. Pixel und 3fach digitaler Zoom für (zB.) 100.- . Diese Kameras (mit nur digitalem Zoom und keiner Zoomoptik) schränken in der Regel in der Nutzung stark ein und liefern Fotos schlechter Qualität.  Für unsere Produktefotos reicht ein Normalobjektiv und eine Brennweite (Zoom) zwischen 50 und 80mm. Dann wird Dein Produkt am naturgetreusten aufgenommen.

(Bild Wikipedia)


Noch so ein Fotoausdruck: ISO. Dies zeigt die Lichtempfindlichkeit an. Fotografierst Du häufig bei schlechter Beleuchtung, ist eine hohe Lichtempfindlichkeit des Sensors wichtig. Je höher der ISO-Wert umso besser wird dein Foto auch noch bei schlechten Lichtverhältnissen. Also, wenn Du dein Produkt gut ausleuchtest (zB. in eine Fotobox)  spielt ein hoher ISO-Wert für Dich keine grosse Rolle.

Bildstabilisierung: Dazu nur kurz. Wenn Du gerne Wackelbilder hast - ist die einfachste Lösung ein kleines Stativ. Also auch hier, es muss nicht unbedingt die teuerste Bildstabilisierungstechnik sein. Falls Du kein Stativ besitzt oder anschaffen möchtest - lege deine Kamera auf ein paar Bücher.


Das Display: Um die Details beser erkennen zu können, sollte es mindestens eine Grösse von 2,5 Zoll haben. So kannst Du schon nach dem knipsen des Bildes sehen, ob deine Bildqualität stimmt. Also nichts verwackelt ist oder so. Ob das Display fest sein sollte oder schwenkbar überlasse ich Euch.


Noch zum Makro: Wenn Du gerne Details deines Produktes zeigen möchtest, lohnt sich ein  Makro. So kannst Du deinem Kunden die Struktur oder Einzelheiten gut aufzeigen und er weiss was Ihn bei einem Kauf bei Dir erwartet. Das Makro ist meist mit einem Blümchensymbol gekennzeichnet und findet sich schon in fast allen Kameras.


Dies meine Laientipps. Eine gute Beratung im Fachgeschäft lohnt sich - oder Vergleiche im Internet lesen. Phuuuu, ganz schön schwer so eine Entscheidung zu fällen oder?

Welche Kamera hast Du? Bist Du zufrieden, und was ist besonders toll an diesem Modell?

Ich bin gespannt!! 

Saskia vom ansalia.ch Team

Kommentare
strickARTspitze23. 1. 2015
22:49
strickARTspitze

...die genaue, detaillierte, möglichst fehlerfreie Beschreibung eines Produkts ist ausserdem mindestens, wenn nicht genauso wichtig wie das Foto...sicherheitshalber kontrolliert man den Text nach der Einstellung im Shop...und wenn man nicht sicher ist, gibt es im Internet viel Hilfe, um die richtige Schreibweise eines Wortes herauszufinden... Viele Produzenten vergessen auch die genauen Masse eines Produktes anzugeben...

strickARTspitze23. 1. 2015
20:47
strickARTspitze

Ich melde mich hier nochmals zu diesem Thema... Also, ich finde, der "neutrale" WEISSE Hintergrund ist je nach Produkt nicht immer der optimalste...meine feinen Kunststricksachen wirken auf dem auch "neutralen" SCHWARZEN Hintergrund zum Teil besser, da man da die Muster viel deutlicher sieht. Auch eine zum Produktstil passende Umgebung wie Holz, Möbel oder Accessoires kann das Produkt noch mehr Hervorheben, wenn es nicht zu aufdringlich ist. Was mich selber stört sind grelle Hintergrundfarben oder restliche, nicht ins Bild passende Wohnungseinrichtungsgegenstände, wie ein Teil der Küche oder wenn die Fotos nur auf dem Boden (Parkett) fotografiert werden...ausser der Holzboden ist besonders edel und schön natürlich. Viele Artikel werden auch sehr "lieblos" hingelegt... Ich gebe mir für meine Fotos immer grosse Mühe und muss die halbe Wohnung dazu umstellen...trotzdem weiss ich, dass nicht alle meine Fotos suuuuper tiptop sind, darum habe ich auch die älteren Sachen NEU fotografiert (die Deckchen z.B.) Die Fotos jedes Einzelnen sollten aber auch eine gewisse Eigenheit und den Stil des Produzenten ein wenig widerspiegeln dürfen...diese Vielfalt macht uns Menschen ja aus... Natürlich sollten die Fotos so scharf und in den Farben so naturgetreu wie möglich getroffen sein... Sind nur so ein paar meiner Gedanken... Merci! :-) Und an SweetUp: meinen Kater muss ich auch ab und zu kurz in meinem Schlafzimmer sperren, damit er nicht ins arrangierte und drapierte Produkt reinspringt! ;-)

SweetUp23. 1. 2015
14:55
SweetUp

Ich benutze eine normale Digitalkamera Canon IXUS 115 für meine Fotos.Die habe ich schon ca.4 Jahre und war damals um die 100.-....Bildbearbeitung mache ich keine,was mir aber schon aufgefallen ist und ich sehr schön finde z.B die Anbieterin Sommerart hat das ,dass man den Profilname auf dem Foto sieht das gefällt mir sehr hätte aber keine Ahnung wie man das macht... Ich benutze einen Neutralen weissen Hintergrund ,momentan ist es das innere meines Kleiderkastens das dafür herhalten muss,und mein Kater springt mir immer ins Bild wenn ich Fotos machen will ,muss Ihm dann immer ein paar Gutzelis in die Ferne werfen und den Moment nutzen(((-;

Kreativzimmer23. 1. 2015
13:33
Kreativzimmer

Mein zweites Hobby ist Fotografieren. Ich besitze eine Canon EOS 7d, mit einigen Objektiven und Blitz Stativ etc. Aber ich gebe es zu, für meine Produkte brauche ich die Kamera nie. Denn ich mache die Fotos meist nur mit dem Handy, bearbeite es eam PC und schneide es auch zu. Wichtig ist mir, dass man auch ein Blick für den Blickwinkel haben muss. Klar sind diese Fotos hier unsere Visitenkarte, aber länger an Fotos zu arbeiten wie beim Nähen, ist eben nicht mein Hobby. Grüessli Muriel aus dem Kreativzimmer

m.nidesign23. 1. 2015
08:29
m.nidesign

Vielen Dank für den Artikel und die tollen Anregungen. Ich kann sabidou nur zustimmen, gute Fotos sind das Schaufenster und die Visitenkarte des Onlineshops. Ich fotografiere mit einer Olympus stylus Kompaktkamera und bearbeite die Fotos noch kurz auf meinem Mac im iPhoto (aufhellen und zuschneiden), mittlerweile bin ich geübt und der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Liebe Grüsse Monika

sabidou21. 1. 2015
07:46
sabidou

Ich fotografiere mit einer Canon EOS 600D und bin sehr zufrieden damit. Nach jahrelangem Fotografieren meiner Produkte mit einer kleinen, älteren Kompaktkamera habe ich mir meinen Wunsch nach einer besseren Kamera zu meinem letzten runden Geburtstag erfüllt. Für mich lohnt sich die Kamera auf alle Fälle. Ich kann damit meine Produkte schöner darstellen und unsere privaten Fotos gefallen mir auch viel besser:-) Zum Bearbeiten meiner Bilder verwende ich PhotoScape, das man sich gratis downloaden kann. In der Zwischenzeit bin ich darin so geübt, dass ich meine Fotos mit wenigen Klicks "verschönert" habe und dafür nicht auch noch Stunden brauche...;-) Für mich sind schöne Produktfotos das A&O des Onlineverkaufens - meine Visitenkarte im Netz sozusagen. Dafür bin ich gerne bereit, ein bisschen Zeit fürs schöne Foto zu investieren. Herzlichen Dank für den tollen Artikel und die Anregungen. Liebi Grüess Sabina

strickARTspitze20. 1. 2015
18:20
strickARTspitze

Ich danke aber dem ansalia-Team für die guten Tipps! Die meisten kannte ich schon, aber ich bin gerne bereit auch etwas mitzunehmen und davon zu profitieren und zu lernen, soweit es meinen Möglichkeiten entspricht.

strickARTspitze20. 1. 2015
18:16
strickARTspitze

Da bin ich gleicher Meinung RookStyle. Ich fotografiere mit meinem Sony Handy, da ist fast alles drin was nötig ist und ich habe alles auf AUTOMATISCH eingestellt. Sogar Makro geht... Ich brauche auch kein Photoshop, sondern bearbeite die Fotos in der Windows-Fotogalerie. Sogar damit kann man passable bis gute Fotos zustande bringen. Am Anfang braucht es einfach ein wenig Übung,vor allem wenn man nicht mit digitalem aufgewachsen ist. Und wenn jemand kein Talent zum Fotografieren hat, nützt eine teure Top-Kamera auch wenig. Ich investiere trotzdem sehr viel Zeit mit den Fotos. Ich sehe meine Strickarbeiten auch als Hobby und mache sie zur Entspannung und weil ich es gerne mache. In meiner restlichen Freizeit bin ich im Sommer an der Sonne und im Winter neben dem Stricken oft im Fitnesscenter! Schliesslich gibt es auch anderes als nur zuhause sitzend und ohne jegliche Bewegung zu Stricken, Nähen, etc. und dann noch lange am PC arbeiten, um die Produkte im Shop einzustellen. Das ist für die Fitness allgemein nicht unbedingt förderlich! Ich sitze auch 60% im Büro! Von allem immer ein bisschen...und alles im Mass und das Leben geniessen, das ist mein Motto! ;-)

RookStyle20. 1. 2015
16:58
RookStyle

Mein hobby ist nähen und nicht fotografieren daher habe ich pioritäten gesetzt und fotografiere nur mit dem handy oder auch mal mit einer kleinen billig kamera von sony. die beleuchtung und nacharbeit sind genauso zeitaufwendig, wie das nähen. für die bildbearbeitung nutze ich photoshop- für mehr will ich auch einfach nicht investieren.. das lohnt sich bei meinem hobby nämlich gar nicht. da geh ich lieber raus und geniess das leben.

Apricarts20. 1. 2015
12:22
Apricarts

Also ich habe eine Nikon D5100 und bin mega happy damit. Ich hab sie allerdings nicht gekauft, um Produktefotos zu machen, sondern weil ich schon immer sehr gerne fotografiert habe. Das Gewicht ist für meine Produkte nicht so sehr das Problem, vielmehr habe ich Mühe damit, keine störenden Spiegelungen im Glas mitzufotografieren oder hübsche Hintergründe zu finden. Ich habe mich nun für einen Uni-Hintergrund entschieden. Was ich noch interessant fände, wäre folgendes: Nutzt ihr Bildbearbeitungsprogramme und wenn ja, welche?

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