Tipps und Tricks

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2. 12. 2015 Tipps und Tricks von ansalia.ch

Liebe Produzentinnen und Produzenten

Wir möchten Sie auf die Verordnung über Gegenstände für den Humankontakt HKV, SR 817.023.41 (gültig seit 2014) aufmerksam machen. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte diesen Anforderungen genügen:

In der Schweiz dürfen Schmuck und andere metallische Gegenstände mit Hautkontakt wie Nieten, Armbanduhren, Ohrringe, Armbänder etc. nur verkauft werden, wenn die Anforderungen der Lebesmittelgesetzgebung erfüllt sind. Diese Anforderungen betreffen ab 2014 neben Nickel und Cadmiun neu auch Blei.

Wer Schmuck in Verkehr bringt, ist verpflichtet, geeignete Massnahmen zu treffen, um nur gesetzkonforme, sichere Ware anzubieten.

Die amtlichen Kontrollorgane beobachten bei ihren Stichproben sehr oft hohe Nickelabgaben und Cadmiumgehalte im Prozentbereich, was einerseits Konsumenten und Konsumentinnen gefährden kann und andererseits zu Gebühren und Beschlagnahmungen bis hin zu Strafanzeigen führt.

Die Selbstkontrolle wird im Bundesgesetz über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände (Lebensmittelgesetz, LMG, SR 817.0) Artikel 23 sowie in der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV, SR 817.02) Artikel 49, 54 und 55 vorgeschrieben. Die Höchstwerte für die Nickelabgabe sind in der Verordnung des EDI über Gegenstände für den Schleimhaut-, Haut- und Haarkontakt sowie über Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge und Scherzartikel (Verordnung über Gegenstände für den Humankontakt, HKV, SR 817.023.41) Artikel 2 festgelegt. Der Gehaltshöchstwert für Cadmium ist in der HKV Art. 2a geregelt und derjenige für Blei wird ab 2014 in Art. 2b aufgeführt.

Die hier erwähnten Beschränkungen für Schmuck und Modeschmuck sind in der Schweiz und in der EU identisch.

Weiter zu beachten sind auch Bestimmungen in der Verordnung über Gegenstände für den Humankontakt zu folgenden Materialen und Gegenständen:

  • Gebrauchsgegenstände für Säuglinge und Kleinkinder
  • Entflammbarkeit und Brennbarkeit textiler Materialien nach Artikel 42 Absatz 1 LGV und deren Kennzeichnung;
  • Chemische Stoffe in textilen Materialien und in Ledererzeugnissen;
  • Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung;
  • Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge und Scherzartikel

Weitere Informationen

Kantonales Labor Zürich, Abteilung Gebrauchsgegenstände, 043 244 71 00, info@klzh.ch

Kommentare
Caboschmuckwelt3. 12. 2015
09:37
Caboschmuckwelt

Hallo Liebes Ansaliateam, Vielen Dank für den neuen Artikel. Das ist mir natürlich bekannt und ich denke jeder hier achtet auf die Qualität und schaut das es schadstofffreie Produkte sind. Ich kann mich aber auch nur auf den Materialhersteller verlassen wenn er sagt es ist schadstofffrei dann muss ich das als Leihe ja glauben.

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