Zu Besuch bei

Webstube in Berg am Irchel (ZH)

17. 3. 2013 Zu Besuch bei von ansalia.ch

Am Samstag 16. und Sonntag 17. März 2013 hat die Webstube in Berg am Irchel Ihre Türen zum 3. Mal geöffnet und allen Interessierten das schöne Handwerk präsentiert. Wir vom ansalia.ch Team waren da und haben uns mit ein paar Vorstandsfrauen und aktiven Vereinsmitgliedern unterhalten - und natürlich die Kunstwerke bewundert. Wir freuen uns, Ihnen mit der "Weberei" eine der ältesten Handwerkstechniken der Menscheit vorzustellen:

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Seit wann gibt es die Webstube und wer steht dahinter?

Ins Leben gerufen wurde die Webstube dank der Initiative von Marianne Gysi im Oktober 1978. Zu Beginn unterstützte der Dorfverein die Webstube und beteiligte sich auch finanziell am Kauf von Webstühlen. Nach ein paar Jahren wurde dann der Webverein gegründet, welcher zur Zeit 55 Mitglieder hat, von denen ca. ein Drittel aktiv mitwirkt. Die Mitglieder kommen nicht nur aus Berg am Irchel, sondern auch von Winterthur, Andelfingen und Bülach.

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Einmal im Monat treffen sich die Vereinsmitglieder und besprechen, was sie in der nächsten Zeit herstellen möchten und planen, wie sie die sechs Webstühle einrichten. Sie tragen sich in eine Liste ein und reservieren die Zeit, wann sie jeweils zum Weben kommen.

Was braucht es vor dem eigentlichen Weben?

Bevor mit dem eigentlichen Weben begonnen werden kann, sind zeitintensive Vorbereitungsarbeiten angesagt. In Teamarbeit werden die Webstühle eingerichtet, was je nach Komplexität des Webstückes mehrere Stunden dauern kann und viel Fachwissen und Erfahrung erfordert.  Das Fachwissen kann man in Kursen erwerben, die  zweimal im Jahr im Frühling und in den Sommerferien stattfinden. Während einer Woche können sich die Kursteilnehmer das Grundwissen über das Weben aneignen. Die Kurse sind sehr gut besucht und auch immer mehr jüngere Leute zeigen Interesse an diesem alten Handwerk.

Erst wenn die Webstühle fertig eingerichtet sind, kann mit dem Weben begonnen werden.
Die Weberinnen sagen dann: "Jetzt kommt das Dessert".

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Ist Weben kompliziert?

Weben ist eine meditative Tätigkeit, die je nach Komplexität des Musters mehr oder weniger Konzentration erfordert. Es gibt ein breites Spektrum an Muster. Einfachere Muster für Anfänger aber auch kompliziertere Muster, welche auch für eine erfahrene Weberin eine echte Herausforderung sind. Die Webstube wird auch von Schülern besucht, welche das Weben selber ausprobieren können. Sie haben viel Spass dabei und sind selber vom Ergebnis überrascht!

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Was wird am meisten gewoben und aus welchen Materialien?

Am häufigsten sind Gebrauchsgegenstände wie Tischläufer, Teppiche, Badeunterlagen, Topflappen, Telleruntersätze, Schals, Kissenbezüge, Taschen und Küchenschürzen. 

Als Material werden meistens natürliche Materialien wie Wolle, Leinen, Baumwolle, Seide und Stoffreste verwendet, welche meistens von Schweizer Lieferanten stammen.

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Was braucht es um Weben lernen zu können?

Um das Handwerk erlernen zu können braucht man vor allem Freude an Farben, viel Kreativität, eine Faszination für's Weben, Ausdauer und natürlich Zeit und Geduld!. 

Wir bedanken uns beim Webverein für den Einblick in ihr schönes und farbenfrohes Handwerk!

Falls Sie noch weitere Fragen zum Thema Weben haben, oder mehr informationen zu den Kursen erhalten möchten: 

webstube@bluewin.ch

Verein Webstube Berg am Irchel
Im Chloster
8415 Berg am Irchel 

 

 

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