Zu Besuch bei

SofaSurfer

10. 2. 2013 Zu Besuch bei von ansalia.ch

Wir freuen uns, Ihnen unsere Produzentin und Werbepartnerin Simone Batschelet von "SofaSurfer" in einem Kurzportrait vorzustellen:

Gute Dinge verändern unseren Alltag: Das neue Notebook etwa macht eine solch gute Figur, dass es im Wohnzimmer geduldet ist. Der schlanke Schönling darf aufs Sofa und sogar mit ins Bett. Schade nur: spätestens nach 10 Minuten herumsurfen geht ihm auf dem Schoss die Luft aus, weil Bettdecke oder Hosenrümpfe die Lüftungsschlitze verdecken.... 

Das brachte mich auf eine Idee: Einen mobilen Laptop-Tisch für Sofa-Surfer! Den Prototyp, ein Brett in Nierenform, mit Dinkelspreu-Kissen zum Schutz der Oberschenkel, schenkte ich meiner Nichte.

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Der Prototyp fand so guten Anklang, dass ich in einer Fiebernacht entschied (ich war über Silvester mit Fieber im Bett), diesen weiter zu entwickeln und in grösseren Mengen für den Verkauf am Nachtmarkt zu produzieren.

Dem Namen blieb ich treu, nur an der Form des “Sofa-Surfers“ feilte ich noch. Bei der Materialsuche kam ich nach diversen Umwegen von Plexiglas über Kunstfasern wieder zurück zum Holz. Natürliche Materialien machen mir mehr Spass bei der Verarbeitung und scheinen mir das ideale Gegenstück zur virtuell-abstrakten Welt des Computers. Ich entschied mich für drei Versionen: In schwarz geölt, rot lackiert und in edler Eiche.

Als Werkstatt dienen mir zum Teil die Schreinerei meines Partners, Vogel-Holzbau in Thalwil sowie die eigene Stube im Tösstal. Wo einst Frauen in Heimarbeit Stoffe für Oberländer Industrieunternehmen webten, schneidere ich die Dinkelspreu-Kissen und komme mir bei diesen Gedanken sehr urtümlich vor. Die Dinkelspreufüllung, (aus der Mühle im Nachbardorf) empfinde ich als ein sehr angenehmes Material, das sich am menschlichen Körper anpasst und erst noch Maschinenwäsche tauglich ist.

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Rund drei bis vier Stunden Aufwand macht mir ein Sofa-Surfer in der Produktion. Jede der leicht geschwungenen Tischplatten fräse ich selber aus, schleife die Kanten und öle das Holz für das perfekte Finish. Als gelernte Bildhauerin habe ich mich vor 15 Jahren zur Shiatsu-Therapeutin umgeschult und konnte damit meine ureigenen Fähigkeiten finden und verdiene damit mein Leben.

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Eine erste Serie konnte ich an Freunde verkaufen. Aus deren gutem Feedback, hat das eine das andere ergeben, Fotoshooting für Postkarten, eine Internetseite mit Webshop, alles mit sehr kleinem Budget und im Tauschhandel gegen Sofa Surfer und Shiatsusitzungen... irgendwie ist das ganze wie ein Traum! Kein Fiebertraum nein, ein schöner, der mir die Freude an gutem Handwerk zurück in meine Stube gebracht hat und mich in der Vermarktung mit modernen Medien wie Internet und Mail weiter bringt.

Den Zuschnitt der Bretter produziere ich in intensiven Serien zu ca. 70 Stück. Auch die Kissen habe ich schon in Serie, mit Priska Nägel aus Schaffhausen, genäht. Die Fertigstellung geschieht dann nach Bestellung in meiner Stube. Auch hatte ich schon Firmenbestellungen, bei denen ich deren Logo zusätzlich darauf geprägt habe (mit einem speziellem Laser in einer Druckerei).

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Für Ostern plane ich ein paar buntere Einzel-Exemplare, eher für Kinder und farbenfreudige Mitmenschen. Gerade aus Familien habe ich gute Rückmeldungen, dass der Sofa Surfer auch als Unterlage zum zeichnen oder zum Hausaufgaben machen gebraucht wird. Auch ein Physiotherapeut schwärmte vom nachlassen der Nackenverspannungen, dank des Sofa Surfers. Ich hoffe, dass sich noch viele Leute an dem schönen Objekt und der praktischen Anwendung erfreuen werden.

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Simone Batschelet

Kommentare
PrinzundPuppe9. 7. 2013
09:57
PrinzundPuppe

Wow! Ich bewundere deine Idee, deinen Ehrgeiz und vor allem deinen Mut so etwas Umfangreiches auf die Beine zu stellen. Ich hoffe von Herzen, dass du dafür mehr als belohnt wirst und dein noch kleines Unternehmen erfolgreich läuft. Liebe Grüße

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